Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Was sind stoffwechselaktive Metastasen?

30.10.2011

Grundsätzlich bedeutet Stoffwechsel bei der Tumordiagnostik: Es geht um den Verbrauch und –umsatz von Glucose, Proteinaufbau.

Tumore oder Metastasen verraten sich oft bereits im Szintigramm, wenn bei einer konventionellen Computertomographie noch keine Veränderungen sichtbar sind. Das liegt daran, dass ein Tumor, bevor er durch morphologische Veränderungen des Gewebes im Röntgenbild sichtbar wird, bereits an seinen erhöhten Stoffwechselaktivitäten identifiziert werden kann.

Mithilfe der Knochenszintigrafie und von radioaktiv markierten Stoffen wird die Stoffwechselaktivität des Knochengewebes - also die Funktion und Durchblutung - erfasst. Der Patient bekommt eine schwach radioaktive Substanz (in der Fachsprache Tracer genannt) in eine Armvene gespritzt. Sie lagert sich vor allem in besonders stoffwechselaktiven, gut durchbluteten Bereichen im Knochen an.

Wie stark oder wie schwach sich der verwendete Stoff in der zu untersuchenden Körperregion anreichert, hängt von der Art des Gewebes ab: Tumoren und Metastasen speichern die Substanz oft stärker als gesundes Gewebe (manchmal auch weniger stark). Weil die Knochen sehr gut durchblutet sind, können einzelne Krebszellen leicht dorthin gelangen. Das schwammartige Innere der Knochen mit seinem Nährstoffangebot bietet den Eindringlingen ideale Bedingungen zur Ansiedelung und Metastasenbildung.

Gutartige Tumoren reichern in der Regel deutlich weniger Tracer an als bösartige. Sind die Stoffwechselunterschiede nicht sehr groß, kann die Knochen-Szintigrafie nur schwer zwischen beiden Veränderungen unterscheiden.

Übrigens – das Knochen-Szintigramm zeigt Stoffwechselvorgänge im Knochen – keine Metastasen.

Oktober 2011



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