Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Ist die Rezidivbestrahlung nach vorangegangener RPE kurativ?

02.12.2011

Auf die Frage eines Forumsmitgliedes beim BPS:
Bei wem war die Strahlentherapie eines Rezidivs nach vorangegangener RPE kurativ?
antwortete der Urologe fs:

Über alle Patienten mit PSA-Rezidiv sind etwa 55% nach Bestrahlung dann wieder langfristig PSA-frei.
Ein anderer Experte aus dem BPS-Forum (Radiotherapie) warnt in diesem Zusammenhang vor statistischen Daten aus den 80.er und 90.er Jahren. Sein Kommentar:
....Das Problem ist, dass es Daten aus den 80er und 90er sind. Damals hat man:

a) schlechtere Diagnostik gehabt (keine gute PSA-Nachsorge, keine ultrasensitive Tests, keine moderne Bildgebung). Man hat sicherlich einige Patienten an der Prostataloge bei makroskopischem Rezidiv oder Lymphknotenmetastasen bestrahlt. Das ist anders heute.

b) weniger intensiv bestrahlt (Standard waren 60 Gy, heute geht man bis 66 Gy oder sogar höher).

Pro Gy mehr an der Prostataloge gewinnt man etwa 2% PSA-Freiheit nach einer Arbeit von King.

Etwa 20% der Patienten haben einen PSA-Anstieg unmittelbar während/nach der Bestrahlung.Und etwa 20% weitere Patienten haben später einen Anstieg, weil sie von Anfang an z.B. Metastasen hatten oder die Strahlendosis nicht ausgereicht hat.

Der PSA mag in etwa 40% der Fälle wieder steigen, allerdings passiert das nicht unmitelbar nach der Bestrahlung, sondern im Verlauf. Wenn man (dadurch anschließend) einige Jahre mehr ohne Hormontherapie gelebt hat, ist das auch nicht schlecht.

Zwei weitere Kommentare stammen von Dr. Eichhorn und von Prof. Bonkhoff
Und hier ein paar grundsätzliche Überlegungen u.a. von einem Urologen zur Bestrahlung bei geringem PSA-Anstieg nach RPE.
Strahlentherapie nach RPE

Dezember 2011



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