Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Aspirin

14.3.2012

In einer im Lancet publizierten Metaanalyse mit rd. 25 Tsd. Patienten in Finnland senkte die Aspiringabe die tumorspezifische Mortalität. Eine 10%ige Reduktion der Prostatakarzinominzidenz wurde unter Aspirin beobachtet. Aspirin scheint demnach einen protektiven Effekt zu haben.

März 2012

Ergänzung 2014
Die publizierten Daten zum Einfluß von Aspirin auf Inzidenz und Progression eines PCa sind widersprüchlich.

In einer großen Studie aus England fand sich kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen low-dose Aspiorin-Einnahme vor und nach Diagnose eines Prostatakarzinoms und einem erniedrigten Risiko für eine tumorspeziofische Mortalität.
Quelle: Cardwell und andere: Low-dose aspirin and survival in men with prostate cancer; a study using the UK Clinical Practice Research Datalink 2013

Aus diesem Meinungsspektrum ein Zitat: Woird Aspirin erst nach der Diagnose eines PCa eingenommen, beeinflußt dieses nicht den weiteren Krankheitsverlauf.

 

 

Meine Meinung:

Ich nehme Aspirin jetzt schon seit rd. 12 Jahren um mein PCa zu beeindrucken. Wenn es zutrifft, dass Chronische Entzündungsprozesse an der Entstehung eines Prostatakarzinoms beteiligt sein sollen, dann müßte es auch zutreffen, dass nichtsteriodale antiinflammatorische Medikamente (NSIDs) die zelluläre Proliferation, die Apoptose und Angiogenese beeindrucken bzw. verändern können. Also schlußfolgere ich: Aspirin hat zumindes einen (protektiven?) Effekt auf die Inzidenz und Progression des PCa auch im Zeitraum nach OP und Bestrahlung. 

März 2015 WDF



Zurück