Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Tumor knapp am Schnittrand

07.5.2013

Patienten mit positivem Schnittrand haben ganz allgemein eine höhere Rate an adjuvanter Therapie nach der Ektomie. Erstaunlicherweise gilt das -glaubt man aktuellen Studien und den Aussagem im Handbuch Urologie 2013 - nur für ca. 30 bis 35 Prozent der betroffenen Patienten. Der Pathologe Prof. Kristiansen erklärt das damit, dass der Pathologe im Normalfall lediglich das Ektomiepräparat vorliegen habe und nicht den ganzen Patienten. Aus dem Vorliegen eines positiven Schnittrandes könne man so ohne weiteres nicht auf das Vorhandensein von Residualtumor (Resttumorgewebe z.B. in der Prostataloge) schließen.Eine andere Studie belegt, dass knappe chirurgische Schnittränder, also dicht an den Schnittrand heranreichende Tumorzellen,  eine deutliche Zunahme des Rezidivrisikos bedeuten. Eigentlich bedeutet das doch: R0 = tumorfreier Schnittrand. Meine Meinung: Sorgen bereitet mir meine Überlegung, ein (fast) positiver Schnittrand kann sehr unterschiedlich (Ausdehnung, herdförmig usw.) ausgeprägt sein und zusätzlich, wurde der Schnittrand als negativ befundet, obwohl der Tumor nahe an den Rand reichte, war er nur knapp am Schnittrand? Was hat dann mehr Einfluß auf die Planung kommender Therapien?Mai 2013


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