Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Spätfolgen

27.8.2014

Der Preis für das Überleben nach Operation, Bestrahlung, Hormontherapie, Chemo

Frau Prof. Fossa Uni Oslo:
Auch wenn die Behandlung längst abgeschlossen ist, bekommt etwa ein Drittel der Patienten Spätfolgen von Tumoroperation, Bestrahlung oder Chemotherapie zu spüren.

Die Liste der Probleme sei lang, sie reiche von chronischer Müdigkeit über Nervenschädigungen, ein geschwächtes Immunsystem, Herzprobleme, Hormonstörungen, Unfruchtbarkeit, Lymphödemen, Depressionen und kognitiver Störungen bis hin zu einem weiteren Krebs.

Das ist der Preis für das Überleben, sagt Frau Prof. Fossa, Leiterin des norwegischen Ressourcenzentrums für Langzeitüberleben nach Krebs. Und weiter: Die Patienten müssen wissen, dass eine Krebsbehandlung Folgenhat, eben auch Jahre später.

 

Dazu Prof. P. Albers, Direktor der Urologie am Uniklinikum Düsseldorf:
Solch systematische Aufklärung fehlt in DEutschland. Das Thema Spätfolgen ist bei uns noch nicht angekommen, nicht einmal bei allen Onkologen!

August 2014 WDF

Mein Kommentar: Was fällt einem da wohl noch ein!?
Ja, doch: In den letzten Lebenstagen von Krebspatienten werden einer us-amerikanischen Studie zufolge zunehmend aggressive Therapien aufgefahren. Jeder sechste Krebspatient erhielt in den letzten zwei Lebenswochen noch Chemotherapeutika. Zwar sei diese Entscheidung nicht unbedingt falsch, um den Tod hinaus zu zögern(D. Jennifer Mack vom DANA-Farber-Cancer-Institut in Boston), die meisten Patienten wollen am Lebensende keine aggressive Therapie. (Springermedizin)



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