Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Betmiga

04.9.2014

 

Mirabegron = Handelsname Betmiga

 

Weltweit leiden mehr als 400 Millionen Menschen an einer überaktiven Blase. In Europa sind zirka 17 % der Männer und Frauen von diesem Problem betroffen. Bei einer Umfrage unter Reizblasenpatienten gaben 65 % an, dass ihr Leiden einen negativen Einfluss auf ihr tägliches Leben ausübt u.a. auf das Familienleben, das gesellschaftliche Leben und das Arbeitsleben, ebenso wie auf das geistige und körperliche Wohlbefinden, ausserdem auch noch häufig Depressionen, also insgesamt eine geringere Lebensqualität.

 

 

In einer weltweiten Studie wurde gezeigt, dass Betmiga® (Mirabegron) als effizientes Medikament für die Behandlung der überaktiven Blase bei Erwachsenen eingesetzt werden kann.

 

 

 

 

Betmiga (Wirkstoff Mirabegron) ist vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) zur Anwendung bei Patienten mit überaktiver Blase genehmigt worden. Mirabegron kann bei folgenden Symptome dieses Blasenleidens zur Anwendung kommen:

 

 

•plötzlicher Harndrang,

 

•erhöhter Harndrang und

 

•Dranginkontinenz.

 

Wird eingesetzt zur Behandlung der hyperaktiven Blase (Reizblase). Der Wirkstoff entspannt die Blasenwandmuskulatur, erhöht die

 

Mirabegron ist der erste Wirkstoff aus der Gruppe der Beta3-Agonisten, der für die Indikation Reizblase zugelassen wurde.

 

Blasenkapazität und lindert die Beschwerden.

 

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen von Betmiga bzw. Mirabegron zählen:

 

•Tachykardie,

 

•Harnwegsinfektion,

 

•Hypertonie,

 

•Nasopharyngitis und

 

•Kopfschmerzen Schwerwiegende, seltene unerwünschte Wirkungen sind:

 

•Vorhofflimmern (Herzrhythmusstörung).

 

Aktuelle Ergänzung im September 2014:

IQWiG-Bewertung zu Mirabegron: Weniger Nebenwirkungen – trotzdem kein Zusatznutzen

Berlin - Mirabegron (Betmiga®/Astellas) zur Behandlung Erwachsener mit überaktiver Blase hat nach Meinung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) keinen nachgewiesenen Zusatznutzen gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten Vergleichstherapie. Im Vergleich mit Tolterodin trete zwar seltener Mundtrockenheit auf, erklärt das Institut in einer Mitteilung. Weil im Herstellerdossier aber einige Auswertungen fehlten, sei in der Gesamtschau ein Zusatznutzen nicht belegt.

Expertenmeinung:

Die Einschätzung des IQWiG über den ersten β3-Adrenozeptoragonisten gegen Überaktive Blase, Mirabegron sorgt bei Experten für Verwunderung. Hier sei sicher das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Quelle: Apothekertag 2014



Zurück