Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Thrombose Risiko

28.10.2014

Thrombose Risiko erhöht unter NSAR

 

Bei Knochenschmerzen erhalten nicht nur Männer mit Prostatakrebs oftmals Medikamente Medikamente, die zu den sogenannten NSAR zählen wie z.B. Ibuprofen, Diclofenac und andere. Jetzt wurde durch eine amerikanische Studie bekannt:

 

Patienten, die nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) einnehmen, haben gegenüber Menschen, die das nicht tun, ein signifikant höheres Risiko für venöse Thromboembolien (VTE).

 

Das ist das Ergebnis einer Metaanalyse, die US-Forscher um Dr. Patompong Ungprasert von der Columbia University in New York jetzt im Fachjournal »Rheumatology« veröffentlichten (doi: 10.1093/rheumatology/keu 408). 

Eine fertige Erklärung für diese Beobachtung haben die Wissenschaftler nicht parat. Einschränkend geben die Autoren zu bedenken, dass ihre Analyse lediglich eine Korrelation zeigt und keine Kausalität.

Meine Erfahrung: Ich habe ein Prostatakarzinom im fortgeschrittenen Stadium. Im Frühsommer 2014 habe ich wegen sehr starker Schmerzen in der Wirbelsäule (LW4 und LW5) sowie wegen einer beginnenden Coxarthrose in einem Hüftgelenk mehrere Wochen Medikamente eingenommen, die zu den NSAR zählen. Eine ca. 6 Wochen später nachfolgende tiefe Beinvenenthrombose könnte daraufhin die Folge gewesen sein. Gesagt hat das keiner. Erst bei meinen Recherchen im Internet gab es Hinweise auf die Zusammenhänge von NSAR-Medikation und dem Thromboserisiko.

28.10.2014 WDF



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