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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Primäre Hormontherapie

07.4.2015

Die effektive Wirkung der primären Hormontherapie des lokal begrenzten Prostatakarzinoms ist unter bestimmten Voraussetzungen gut belegt und verbreitet.

Von einer primären Hormontherapie spricht man, wenn nach Diagnose eines Prostatakarzinoms ohne weitere lokale Therapie wie Operation oder Bestrahlung die Kormontherapie z.B. mit einem LHRH Analogon wie z.B. Enantone oder Eligard oder mit Bicalutamid therapiert wird. Die Nebenwirkungen sind jedoch umfangreich.

Die Wirksamkeit einer solchen medikamentöse primären Hormontherapie des lokalisierten Prostatakarzinoms wurde in einer retrospektiven Kohortenstudie zwischen 1995 und 2008 an 15Tsd Mäönnern untersucht. (Potosky et al.; Effectiveness of Primary Androgen-Deprivation, Therapy for Clinicaly localized Prostate Cancer; Oncol 2014;14:1330)

Ergebnis: Die primäre Hormontherapie ergab bei allen Risikogruppen keinen Therapievorteil; höchstens bei Hochrisikotumoren scheint sich ein geringer Überlebensvorteil darzustellen. Ein Experte: Bei allen anderen Tumoren ist die primäre Hormontherapie wahrscheinlich onkologisch unwirksam, wenn nicht sogar nachteilig.

April 2015 WDF

 

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Schlagwörter:

Hochrisikotumore

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