Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Multimodale Therapie

07.4.2015

Die S3 Leitlinie sagt dazu:

Patienten, für die eine kurative Therapie infrage kommt, sollte vor der Therapieentscheidung angeboten werden, sowohl von einem Urologen als auch von einem Strahlentherapeuten über die Vor- und Nachteile der radikalen Prostatektomie und der Strahlentherapie aufgeklärt zu werden.

Die S3 Leitlinie weiter: Bis heute gibt es keine prospektiv randomisierte Evidenz für die Gleichwertigkeit der radikalen operativen und der radioonkologischen Behandlung des Prostatakarzinoms.

Diese Empfehlung gilt den Experten zufolge auch für das lokal fortgeschrittene Prostatakarzinom.

Die multimodale Therapieberatung trägt der Tatsache Rechnung, dass es nach der Operation ebenso wie nach der Bestrahlung zu Komplikationen sprich Therapieversagen kommen kann. Das gilt ganz besonders für Patienten der höheren Risikogruppen, bei denen dann diejenigen, die primär bestahlt worden sind, benachteiligt sind gegenüber den Operierten. Warum? Die Salvagetherapie nach Bestrahlung kann problematisch hinsichtlich Harninkontinenz, Blasenhalsstrikturen und Fiesteln werden.

Das Ganze muß unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass viele Hochrisikopatienten häufig mit der Hormontherapie behandelt würden oder mit einer Kombination aus Strahlentherapie + Hormontherapie.

April 2015 WDF


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