Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Modifizierte Chemotherapie

17.4.2015

Die 3-wöchentliche Docetaxel-Gabe gilt als Standard in der Erstlinienchemotherapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC). Eine multizentrische Studie, die von Prof. Dr. Pirkko-Liisa Kellokumpu-Lehtinen vom Department of Oncology am Tampere University Hospital in Finnland geleitet wurde, zeigt jetzt, dass eine zeitliche Verkürzung auf 14 Tage mit gleichzeitiger Dosisanpassung von den Patienten nicht nur besser toleriert wird, sondern auch mit einem verlängerten Gesamtüberleben einhergeht. Die Studie wurde aktuell in The Lancet Oncology publiziert.

Das mediane Gesamtüberleben (OS) war in der Gruppe mit 2-wöchentlicher Gabe um 2.5 Monate verlängert (19.5 Monate vs. 17.0 Monate.

Die 2-wöchentliche Gabe einer reduzierten Einzeldosis verbessert aber offenbar die Verträglichkeit der Behandlung. Dadurch sind Therapieabbrüche oder Dosisreduktionen deutlich seltener notwendig, was sich positiv auf den Therapieerfolg auszuwirken scheint“, erklärt Kellokumpu-Lehtinen. Die 2-wöchentliche Docetaxel-Gabe sei deshalb vor allem für ältere Patienten und jene mit entsprechenden Begleiterkrankungen eine aussichtsreiche Behandlungsoption.

Berichtet wird von erheblichen Nebenwirkungen.

Zu bedenken sei auch, so Prof. Miller von der Charite in Berlin: „Aktuell gibt es bereits eine Reihe neuer Medikamente unter anderem Abiraterone acetat, die deutlich weniger Nebenwirkungen als Docetaxel besitzen, aber mindestens genauso effektiv sind“.

Quelle: Auszüge aus einem Bericht von Dr. med. Sylvia Bochum am 10. Januar 2013.

April 2015 WDF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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