Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Niedriger PSA-Wert und hoher Gleason-Score

10.11.2015

  

Hoher Gleason-Score in Verbindung mit einem niedrigen (doch normalerweise recht „guten“) PSA-Wert kann auch schon mal ein schlechtes Prognosezeichen sein. Normalerweise deutet ein hoher PSA-Wert auf eine ungünstige Prognose hin. Der Umkehrschluß, mit niedrigem PSA habe Mann eine bessere Überlebenschance scheint bei hohem Gleason-Score nicht der Fall zu sein. Ausgewertet wurden die Daten von 250.000 Patienten. Bewertet wurde die Prostatakrebs-Sterblichkeit in Abhängigkeit vom PSA-Wert.

An verschiedenen Beispielen zeigten die Bostener Forscher im Rahmen ihrer Studie: Bei einem hohen Gleason-Score z.B. 8 oder 9 oder 10, aber z.B. einem PSA-Wert unter 2,5 ng/ml sei das keine günstige Konstellation. Das spezifische Sterberisiko stiegt hier um den Faktor 2,15; mehr als das Doppelte.

 

Für die Bostener Forscher lag die tumorpathologische Vermutung nahe: Niedrige PSA-Konzentrationen seien hier womöglich ein Zeichen für

Aggressiv wachsende, extrem schlecht differenzierte oder anaplastische Karzinome,die wenig PSA produzieren würden. Das sei zwar selten, dennoch rd. 1% Männer aus der Studiengruppe waren wohl betroffen.

Quelle:

springermedizin.de basierend auf:Mahal BA et al. Association of Very Low Prostate-Specific Antigen Levels With Increased Cancer-Specific Death in Men With High-Grade Prostate Cancer. Cancer 2015, online 15. September; doi: 10.1002/cncr.29691

 

November 2015 textlich aufbereitet (verkürzt) durch WDF



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