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Depressionen bei pflegenden Angehörigen

13.7.2016

Nach Erkenntnissen von kanadischen Ärzten leidet das eigene Wohlergehen, wenn Menschen ihre freie Zeit der Versorgung von schwer erkrankten Ehepartnern oder Eltern widmen, insbesondere betrifft das das seelische Wohlergehen der pflegenden Angehörigen. Fast die Hälfte von ihnen leide dauerhaft an depressiven Symptomen.

Die ein Jahrlang befragten Betreuer waren im Mittel 53 Jahre alt, 70 % waren Frauen, und zu 61 % handelte es sich um den Ehepartner des Patienten.

Studienergebnis u.a.: 43 % hätten dauerhaft depressive Symptome. Nach drei, sechs und zwölf Monaten könne man 43 % als dauerhaft depressionsgefährdet ansehen.

Wie die Studienautoren betonen, sind nach diesen Daten anhaltende Symptome einer Depression bei pflegenden Angehörigen von Patienten, die eine lebensbedrohliche Erkrankung überstanden haben, deutlich höher als in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung.

publiziert am: 25.5.2016 7:00  Autor: Dr. Beate Schumacher  Quelle: SpringerMedizin.de basierend auf: Cameron JI et al. One-Year Outcomes in Caregivers of Critically Ill Patients. N Engl J Med 2016;374:1831-41

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Schlagwörter:

Angehörige, Depression, Pflege

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