Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Abitaerone oder Enzalutamid

13.7.2016

Aus einem Beitrag im BPS-Forum im Frühjahr 2016:
Abiraterone vrs. Enzalutamid

Die Frage der hier nachgegangen wird ist, ob es mehr Skelett assoziierte Komplikationen (SRE) in Männern mit kastrationsresistentem Prostatakrebs gibt, wenn sie entweder zuerst mit Abiraterone oder Enzalutamide behandelt werden? Patienten neigen eher zum Antiandrogen Enzalutamide als zum Zweitlinien Testosteronblocker Abiraterone, der auch noch zusammen mit Prednisone gegeben werden muss. Die Wirksamkeit scheint in etwa vergleichbar, die Nebenwirkungen auch. Neuere Analysen zeigen aber wohl einen kleinen Vorteil für die Sequenz Abi-vor-Enza, insbesondere wenn Abi mit 0.5mg Dexamethasone statt 2*5mg Prednisone genommen wird.

Wie sieht es denn nun mit den Skelett assoziierte Komplikationen aus? Darunter versteht man behandlungsbedürftige Knochenschmerzen, Rückenmarkkompression, metastasenbedingte Knochenbrüche und Operationen. Dies bedingt dann meist eine Bettlägerigkeit der Pateinten, was mit verminderter Lebenserwartung assoziiert ist!
Schlussfolgerung des BPS-Forummitgliedes:
Patienten mit mCRPC, deren Therapie mit Abiraterone begann, hatten weniger SRE Ereignisse, im Vergleich mit denen, die mit Enzalutamide begannen, welche ein 34% höheres Risiko für SREs hatten.

Ergänzung:
An anderer Stelle im Forum schreibt dieses Forumsmiltglied:
Wichtig: Bei Patienten, die primär schon nicht auf Abiraterone+Prednosine angesprochen hatten, war ein Wechsel auf Abiraterone+Dexamethasone wirkungslos!

Juni 2016 WDF





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