Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Palliative Chemotherapie

13.7.2016

Palliative Chemotherapien verbessern die Lebensqualität nicht

Vorteil durch Verzicht

 

Krebspatienten im Endstadium profitieren offenbar nicht mehr von einer Chemotherapie.

 

Vielen Krebspatienten wird trotz fehlender Evidenz im Endstadium ihrer Krankheit noch eine Chemotherapie angeboten. Sie soll das Überleben verlängern und die Lebensqualität in dieser ausweglosen Situation verbessern. Doch immer wieder werden Zweifel laut, ob die Maßnahme tatsächlich hilfreich für die Betroffenen ist. Quelle: Springermedizin

Fazit der Autoren

Während ASCO-Leitlinien empfehlen, unter Patienten mit metastasierenden Karzinomen im Endstadium diejenigen zu identifizieren, die noch von einer palliativen Chemotherapie profitieren könnten, wäre den Studienergebnissen zufolge eher die Frage zu klären, wem sie am meisten schade, so Prigerson und Kollegen. Denn gerade diejenigen, die körperlich noch am fittesten seien, erlitten durch die Chemotherapie den stärksten Einbruch ihrer Lebensqualität. Insgesamt, so die Autoren,  scheint eine Chemotherapie Patienten mit metastasierenden Karzinomen im Endstadium eher zu schaden als zu nützen.

 

September 2015 WDF


Schlagwörter:

Chemotherapie, Palliativ

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