Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

PSMA PET bildet Krebszellen nicht ab

13.7.2016

PSMA-PET

Was ist, wenn das PSMA-Diagnostikum nicht von den Krebszellen aufgenommen wird?
Was ist dann mit Bilddarstellung beim PET?

Es gibt sowohl PSMA positive Zelllinien, als auch PSMA negative Prostatakrebszellen. Es gibt Zelllinien, die das PSMA exprimieren. Hinweis des Urologen fs im BPS-Forum: „Dann bestünde noch die Möglichkeit, die NICHT PSMA aufnehmenden Prostatakrebszellen mittels „Zucker“-PET, also dem FDG 18F Fluor-2-Desoxy-D-Glukose zu erkennen.“

Möglich sei auch, dass das eine oder andere Medikament dazu beitragen kann, die PSMA-Expression runter zu regulieren, z.B. Calcitriol evtl. auch Dexamethason. Da hilft dann ja wohl nur mit dem Arzt frühzeitig zu sprechen und ggf. ein paar Wochen vor der PSMA-PET verdächtige Medikamente wegzulassen.

Hinweis eines erfahrenen Urologen im BPS-Forum: „FDG-PET machen eigentlich alle "PETler", weil es eine der ersten Substanzen überhaupt war. Habe aber auch gesehen, dass einige Institute besser (leider positive) Ergebnisse haben als kurz zuvor (negativ) an einer anderen Institution.
Verfahrenstechnik (Zyklotron), Germanium-Generator, PET-Maschine, Erfahrung des Untersuchers scheinen doch eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen.“

aus dem BPS-Forum/Mai 2016 WDF

Ergänzung 09_2016

Dr. B. aus Frankfurt schrieb zu diesem Thema einem Kollegen aus der Selbsthilfe:

 

Was wir noch anders machen als die übrigen Zentren: Wir setzen vor der PSMA-Therapie die antihormonellen Medikamente ab. Diese haben nicht nur viele Nebenwirkungen, sondern täuschen oft einen falsch niedrigen PSA-Wert vor. In Wahrheit liegen meist viel mehr Metastasen vor. Die antihormonelle Therapie vermindert aber nicht nur den PSA-Wert, sondern auch das PSMA-Signal der Krebszellen. Und wenn das vermindert ist oder völlig fehlt, dann erreichen wir mit der PSMA-Therapie diese Metastasen nicht. Ich glaube das ist der Grund, warum die Heidelberger und die anderen Zentren sagen, dass man mit der PSMA-Therapie keine Heilung erzielen kann. Die sagen, dass ihre Patienten nach spätestens 1 Jahr ein Rezidiv bekommen. Dort kombiniert man nämlich antihormonelle Therapie mit PSMA-Therapie. Dadurch werden einige Metastasen kein PSMA mehr bilden und verschwinden sozusagen von der Bildfläche. Die Kollegen sehen diese Metastasen dann nicht in der PET/CT und können Sie folglich auch nicht mit der PSMA-Therapie zerstören. Solche Metastasen bleiben dann im Untergrund und kommen erst Monate später zum Vorschein, wenn sie gegen die antihormonelle Therapie resistent werden.

26.09.2016 WDF    

 

 


Schlagwörter:

PSMA, PSMA-PET, PSMA-Therapie

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