Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Brokkoli gegen den Krebs

03.12.2016

Brokkoli & Co Krebsprävention durch Ernährung

Wer sich gemüse- und obstreich ernährt, kann damit nach aktuellem Wissensstand sein Krebsrisiko senken oder die Krebstherapie unterstützen.

Inhaltsstoffe aus Brokkoli und verwandtem Gemüse hemmen das Krebswachstum. Sie sollen sogar die Wirkung von Chemotherapien verstärken, sagt Frau Professor Dr. Ingrid Herr, Leiterin der Sektion Chirurgische Forschung am Universitätsklinikum Heidelberg. Man wisse mittlerweile, viele Substanzen aus Obst und Gemüse seien Gift für Krebszellen und würden ganz allgemein vor Entzündungen schützen wie z.B. Brokkoli und verwandte Gemüse. Der darin enthaltene pflanzliche Wirkstoff Sulforaphan unterdrücke einen bestimmten Stoffwechselweg in den Tumorstammzellen.

Auch bei anderen Pflanzenstoffen wie z.B. Quercetin, das in Brokkoli, Apfelschalen und vielen anderen Obst- und Gemüsesorten enthalten ist, oder Salicylsäure, dem Wirkstoff der Weidenrinde, aus dem Aspirin entwickelt wurde wiesen die Forscher diese Wirkung nach. Auch in anderen Studien habe man solche Stoffe bisher u.a. bei den verschiedenen Kohlarten, Hülsenfrüchten, Tomaten, Peperoni, Weintrauben, Beeren, schwarzem Pfeffer oder grünem Tee nachgewiesen, selbst sogar das Vitamin D, welches nach Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird. "Substanzen wie Sulforaphan, Quercetin und Co wirken Entzündungen entgegen. Und Entzündungen sind nach aktuellem Stand der Forschung ein Schlüsselfaktor bei der Krebsentstehung", so die Biologin.

Studien weisen darauf hin, dass eine angepasste Ernährung mit reichhaltig Obst und Gemüse z.B. zur Unterstützung einer Krebstherapie ausreicht - und besser wirkt als die Einnahme einzelner Nahrungsergänzungsmittel. Man sollte bei der Zubereitung aber darauf achten, die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerkochen - am besten das Gemüse nur kurz dämpfen", rät die Forscherin. Sie empfiehlt, entzündungsfördernde Nahrungsmittel besser nur in Maßen zu genießen: Dazu würden u.a. rotes Fleisch, Wurst, Produkte aus Weißmehl und Süßigkeiten zählen.

Quelle: dkfz Heidelberg

Text laienverständlich verkürzt und überarbeitet für die PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs e.V. Bielefeld durch WDF. 03.12.2016



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