Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Multimodales Therapiekonzept

10.6.2017

Multimodales Therapiekonzept gegen fortgeschrittenen Prostatakrebs in München

Im Rahmen einer europäischen multizentrischen Studie wird geprüft ob, ein multimodales Therapiekonzept, bestehend aus einer operativen Therapie im Sinne einer radikalen Prostatektomie, einer Hormontherapie sowie einer modernen Behandlung der Knochenmetastasen, z.B. mittels gezielter Bestrahlung IMRT, Cyberknife oder XOFIGO®, zu einem messbaren Überlebensvorteil bzw. Symptomverbesserung der Patienten führt. Hierbei werden Patienten, die bisher am ehesten einer Hormontherapie zugeführt wurden, primär operiert, um somit eine bestmögliche Tumorzellellreduktion zu ermöglichen.(Anmerkung: Reduzierung der Tumormasse)

Dieser Ansatz fußt auf wissenschaftlichen Untersuchungen, die zeigen, dass Metastasen nur aus dem Primärherd, also der Prostata, ausgesendet werden. Eine wichtige Überlegung dabei ist, die Operation soll verhindern, dass weitere Metastasen entstehen. Man muß aber wohl davon ausgehen, dass das Wachstum vorhandener (Mikro)Metastasen dadurch höchstwahrscheinlich nicht verhindert wird. Im Anschluss an die Operation erfolgt die individuelle, interdisziplinäre Weiterbehandlung des Patienten in enger Kooperation mit den Kliniken für Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Tumororthopädie und ggf. weiteren Kliniken der LMU München.

Quelle: LMU München, 2013



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