Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Hilfe für Austherapierte PSMA

26.6.2017

Hilfe für Austherapierte - PSMA Therapie, eine neue Therapieoption beim hormonrefraktären Prostatakarzinom bei mCRPC

PSMA ist ein Membran-gebundenes Protein, welches bei Vorliegen eines Prostata-karzinoms verstärkt auf der Prostatakrebszelle exprimiert (gebildet) wird. Knochen- als auch Weichteilmetastasen werden so detektiert. Die Radiochemie verfügt über Substanzen, die an das PSMA binden (z.B. Lutetium 177 oder Jod-131; das sind ß- bzw- α-Strahler). Aufgrund dieser spezifischen Bindung reichert sich Radioaktivität im Tumorgewebe an, gelangt in das Zellinnere und kann dort seine krebszerstörerische Wirkung entfalten.

Da nahezu ausschließlich Krebszellen das Radiopharmakon aufnehmen, wird nur in Tumoren eine schädliche Strahlendosis erreicht. Das Lu-177-PSMA wird intravenös verabreicht. Die Therapie kann wiederholt werden. 

Das Therapieziel ist eine Hemmung/Verlangsamung des Wachstums von Tumorzellen, wobei auch Metastasen in Knochen und Weichteilen erfasst werden. Hinsichtlich der Kosten (bisher keine Übernahme durch die Krankenkasse) wurden 6-8000 Euro genannt. Teuer daran ist das Radiotherapeutikum, welches jeweils im Kernreaktor und Labor hergestellt werden muß.

Fazit: Dr. Rahbar auf meine Frage, für wen ist diese Therapie gedacht: „Vorläufig ist diese Therapie immer noch ein letzter Strohhalm für Austherapierte."



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