Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Phytoöstrogene

04.7.2017

Was sind Phytoöstrogene ?

Diese Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel kennen wir: Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Wasser, Vitamine und Mineralstoffe. Diese grundlegenden Nährstoffe begleiten von morgens bis abends: teil kennen wir sogar Nährwerttabellen, besonders gut aber die Werbesprüche. In unserem Essen steckt allerdings noch viel mehr. Hunderte von Substanzen, die erst seit einigen (wenigen) Jahren mehr oder weniger intensiv erforscht werden, von denen wir aber bereits seit Jahrtausenden wissen, dass sie irgendwo in unserem Grünzeug existieren müssen: die Rede ist von den sekundären Pflanzensstoffen (auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe genannt).

„Sekundär“, da sie im sogenannten sekundären Stoffwechsel aller Pflanzen vorkommen. Sie dienen nicht als Energieträger oder Energiespeicher wie Makronährstoffe (Eiweiß, Fett und Kohlenhydrat – also alles, das Kalorien enthält), sondern als Wachstumsfaktoren, Abwehrstoffe, Radikalfänger usw.! Der Aufgabenbereich in unserem Salat ist komplizierter als man denkt, und so hat die Evolution im Laufe der Jahre viele Substanzen entwickelt, die unseren stillen, grünen Freunden das Leben in der feindlichen Umwelt erleichtern sollen.
Insbesondere als Antioxidantien erfüllen sekundäre Pflanzenstoffe hervorragende Arbeit z.B. im grünen Tee. mit seinen Catechinen.


Bekannt sind uns auch die Flavonoide. Gemeinhin handelt es sich hierbei um Farbstoffe der Pflanze, die freie Sauerstoffradikale unschädlich machen können. Die gängige Empfehlung, möglichst buntes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, ist darauf zurückzuführen, dass wir uns eine gesunde Mischung dieser Flavonoide einverleiben sollen.

Phytoöstrogene ähneln strukturell den weiblichen Geschlechtshormonen.
Sie haben eine vergleichbare Wirkung wie die weiblichen Östrogene, allerdings schwächer.

Östrogene wirken kardioprotektiv, anti-kanzerogen, stabilisieren die Knochen und bremsen sollen sogar auch noch das Erkrankungsrisiko von Alzheimer ausbremsen. Wer regelmäßig Phytoöstrogene zu sich führt, mindert das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte, für Demenzerkrankungen und für Knochenschwund. Allerdings, ist man  daran schon erkrankt, hilft kein natürliches Kraut mehr – das muss man wissen. Da helfen Medikamente der Schulmedizin wohl eher, die mit sekundären Pflanzenwirkstoffen in dem einen oder anderen Fall und in Absprache mit dem Arzt des Vertrauens kombiniert z.B. Nebenwirkungen lindern können..

Aber muss man für eine wirksame Dosis der Pflanzenmedizin dann kiloweise oder gar Berge von Brokkoli, Blumenkohl und Sojaschrot zu sich nehmen oder gar zu Extrakten greifen? "Studien weisen darauf hin, dass eine angepasste Ernährung mit reichhaltig Obst und Gemüse z.B. zur Unterstützung einer Krebstherapie ausreicht - und besser wirkt als die Einnahme einzelner Nahrungsergänzungsmittel. Man sollte bei der Zubereitung aber darauf achten, die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerkochen - am besten das Gemüse nur kurz dämpfen", rät die Forscherin. Dazu empfiehlt Frau Prof. Herr, entzündungsfördernde Nahrungsmittel besser nur in Maßen zu genießen: Dazu zählen u.a. rotes Fleisch, Wurst, Produkte aus Weißmehl und Süßigkeiten.


Text aufbereitet für PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld e.V.

04.07.2017 WDF



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