Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Tumormarker wof├╝r braucht man sie?

16.3.2018

Diagnostisches Hilfsmittel

Sensitivität, d.h. der %-Wert gibt die Menge an falsch-negativen Ergebnissen an; anders ausgedrückt:
Unter Sensitivität eines diagnostischen Tests versteht man die Fähigkeit, tatsächlich Kranke als krank zu erkennen

Spezifität, d.h. keine falsch-positiven Ergebnisse, d.h. der %-Wert gibt die Menge an falsch-positiven Ergebnissen an; oder anders ausgedrückt: Die Spezifität bezeichnet die Fähigkeit  eines Tests, tatsächlich Gesunde als gesund zu identifizieren.

 

Stadieneinteilung TNM System gibt Auskunft über Tumorgröße und Tumorausbreitung
Prognose

Zur genaueren Abschätzung der Prognose dienen die so genannten Partin-Tabellen, bei denen eine Kombination aus PSA-Wert, Gleason-Score und T-Stadium zur Prognoseeinschätzung herangezogen wird.

Therapieauswahl Die vorgenannten Daten und Fakten ermöglichen eine Entscheidungshilfe, von welcher Therapie der Patient am meisten profitieren könnte.
Therapiekontrolle

Therapiemonitoring: In der Nachsorge ist er besonders wichtig. Nach der Prostataentfernung sinkt der PSA-Wert bei kompletter Entfernung des Tumors beziehungsweise der Prostata unter die Nachweisgrenze. Der Patient sollte den Wert regelmäßig alle drei bis sechs Monate bestimmen lassen. Steigt der Wert wieder an, so spricht dies in Abhängigkeit von der Anstiegsgeschwindigkeit für ein lokales Tumorrezidiv oder eine über die Prostata hinausgehende bösartige Erkrankung. 

Damit Patienten lange überleben ist es wichtig, dass ein erneuter Tumorprogress unter laufender Therapie rechtzeitig erkannt und die Therapieoption rechtzeitig gewechselt wird.

Kontroll-Monitoringschritte:
Alle 3 Monate Basismonitoring PSA; LDH; AP;CRP; Hb

Bildgebung in Abhängigkeit von PSA-DT (Verdopplungszeit)
-ohne PSA-Dynamik alle 6-12 Monate
-PSA-DT < 6 Monate dann unmittelbar
- PSA-DT > 6 Monate, dann alle 6 Monate

aber
Unmittelbar erneute Bildgebung bei Verschlechterung der Klinik

Beachte:
Therapierwechsel möglicherweise erforderlich, wenn Biochemie, Klinik und Bildgebung progredient (voranschreiten/erhöht/zunehmend schweren Verlauf) sind
Therapieabbruch möglicherweise erforderlich bei nichttolerablen therapiebedingten Nebenwirkungen

Rezidiverkennung Anstieg des Tumormarkers (PSA-Wert) zunächst als biochemisches Rezidiv, danach klinisch nachweisbar

 


Schlagwörter:

Tumormarker

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