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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Olaparib Abirateron Combo verbessert PFS in CRPC

04.8.2018

Olaparib Abirateron Combo verbessert PFS in CRPC

Die Kombination des PARP-Inhibitors Olaparib mit dem Androgenrezeptor-Inhibitor Abirateron zeigte laut einer neuen Studie eine verbesserte Wirksamkeit gegenüber Abirateron allein bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC). Die Kombination führte jedoch zu mehr Toxizität als eine Abirateron-Monotherapie.

In der Vergangenheit hat die Forschung bei Patienten, die eine Mutation der homologen Rekombinationsreparatur (HRR) tragen, eine verbesserte Reaktion auf PARP-Hemmung gezeigt. 

In einer neuen doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Phase-II-Studie wurde die Kombination von Olaparib und Abirateron (71 Patienten) mit Abirateron allein (71 Patienten) bei Patienten mit metastasiertem CRPC verglichen wurde.Die Ergebnisse wurden in Lancet Oncology veröffentlicht .

Das Durchschnittsalter der Patienten in der Kombinationsgruppe betrug 70 Jahre und war 67 Jahre in der Placebo-plus-Abirateron-Gruppe; fast alle Patienten hatten einen ECOG-Leistungsstatus-Score von 0 oder 1. Etwa die Hälfte der Patienten hatte nur Knochenmetastasen; 15% bzw. 14% hatten HRR-Mutationen.

Das mediane radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) betrug 13,8 Monate mit Olaparib und Abirateron im Vergleich zu 8,2 Monaten mit Placebo und Abirateron.

Die Untersucher führten eine vordefinierte Subgruppenanalyse basierend auf dem HRR-Mutationsstatus durch. Von 21 Patienten mit HRR-Mutationen hatten 8 von 11 in der Olaparib-Gruppe (73%) eine radiologische Progression oder starben, verglichen mit 7 von 10 (70%) in der Placebo-Gruppe. Von den 35 Patienten mit bestätigter Wildtyp-HRR hatten 53% in der Olaparib-Gruppe und 85% in der Placebo-Gruppe eine Progression oder starben.

Bei den Patienten mit messbarer Krankheit zu Beginn der Studie gab es keinen Unterschied zwischen den Gruppen hinsichtlich der objektiven Ansprechrate (27% gegenüber 32%).

In der Olaparib-Gruppe hatten 93% der Patienten mindestens ein unerwünschtes Ereignis, verglichen mit 80% der Placebo-plus-Abirateron-Patienten. Nebenwirkungen der Grade 3 oder höher waren häufiger bei Olaparib, die bei 54% der Patienten berichtet wurde, verglichen mit 28% bei Placebo. Nebenwirkungen des Grades 3 oder höher, die häufiger bei Olaparib auftraten, waren Anämie, Pneumonie und Myokardinfarkt.

"Obwohl Patienten, denen Olaparib verabreicht wurde, häufiger unerwünschte Ereignisse aufwiesen als Patienten, die Placebo erhielten, war die mediane Behandlungsdauer für mit Olaparib behandelte Patienten länger, und die kombinierte Therapie führte nicht zu einem Rückgang der gesundheitsbezogenen Lebensqualität", schreiben die Autoren. "Unsere Daten belegen den klinischen Nutzen für Männer mit metastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakrebs unter der Behandlung mit Olaparib in Kombination mit Abirateron im Vergleich zu Abirateron allein und zeigen, dass diese Kombination Patienten unabhängig vom HRR-Mutationsstatus potenziell Vorteile bringen könnte."

Meine Anmerkung: Das liest sich für einen medizinischen Laien ja gradezu grausam und erschreckend. Ohne onkologische ärztliche Begleitung würde ich noch nicht mal eionen Vortrag zu diesem Thema heil überstehen. Und dennocvh schreiben die Autoren von einem klinischen Nutzen. Jetzt mag ich das noch nicht glauben. Da muß ich erst mehr wissenund verstehen können.

Aus dem Internet, textlich gekürzt und versuchsweise laienverständlich aufgearbeitet für die PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefel e.V., 04.08.2018 WDF



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