Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Hereditäres Prostatakarzinom

04.8.2018

Zunächst erstmal:
Hereditäre Brust-und Eierstockkrebs (HBOC) -Syndrom . HBOC ist mit DNA-Reparatur-Mutationen an den BRCA1- und / oder BRCA2- Genen assoziiert. BRCA steht für "Breast CAncer". HBOC ist am häufigsten mit einem erhöhten Risiko für Brust- und Eierstockkrebs bei Frauen assoziiert. 
Männer mit HBOC haben jedoch auch ein erhöhtes Risiko für 
Brustkrebs und eine aggressivere Form von Prostatakrebs. Es wird angenommen, dass Mutationen in den BRCA1- und BRCA2- Genen nur einen kleinen Prozentsatz von familiären Prostatakrebsarten verursachen. Männer, die BRCA1- oder BRCA2- Mutationen haben, sollten ein Screening auf Prostatakrebs in einem früheren Alter erwägen. Gentests können nur für Familien mit Prostatakrebs geeignet sein, die auch HBOC haben können. Wenn Sie aufgrund Ihrer eigenen Familiengeschichte darüber besorgt sind, sprechen Sie bitte mit einem genetischen Berater oder Arzt für weitere Informationen.

Aus dem Internet textlich gekürzt und laienverständlich überarbeitet für die PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld e.V., 04.08.2018

Erweiterung:

Andere genetische Veränderungen.
Die Suche nach Prostata-Krebs-Anfälligkeitsgenen durch Kopplungsstudien boten frühe Hoffnung, dass das Finden von Genen so einfach wie das Finden von Genen für Brustkrebs- und Dickdarmkrebs-Empfindlichkeiten wäre. Diese Hoffnung wurde jedoch durch die Schwierigkeit, vielversprechende Verbindungsbereiche zu replizieren, gedämpft. Kopplungsstudien führten zu Genen, die möglicherweise ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Prostatakrebs tragen (Aus einer Übersichtsstudie von 2004 - Hum Mol Genet. 2004 Apr 1; ??13 Spec Nr. 1: R103-21. Epub 2004 28. Januar. „Bisher wurden insgesamt 10 genomweite Kopplungs-Scans für die Prostatakrebs-Anfälligkeit abgeschlossen und überprüft. Darüber hinaus werden neuere Befunde, dass der Gleason-Grad, ein Maß für die Aggressivität von Prostatakrebs, mit mehreren genomischen Regionen in Verbindung gebracht wird, überprüft. Schließlich werden die Rolle von Umwelt- und Ernährungsrisikofaktoren und gemeinsame genetische Polymorphismen von Genen, die wahrscheinlich eine Rolle bei häufigen Formen von Prostatakrebs spielen, kurz im Zusammenhang mit der Suche nach Genen, die das Prostatakrebsrisiko beeinflussen, diskutiert. Zusammenfassend lassen die Ergebnisse dieser Studie darauf schließen, dass HPX-Varianten ……zu familiären Formen von Prostatakrebs beitragen und mit Prostatakrebsrisiko und Gleason-Score assoziiert sind)
HPC1 , Ein möglicher Anfälligkeitsort für erblichen Prostatakrebs;HPC1 auf Chromosom 1q24-q25 wurde erstmals im Jahr 1996 diskutiert. Mutationen werden bei einigen Patienten mit hereditären (Familien mit mehreren Fällen von früh einsetzendem) Prostatakrebs festgestellt. (Anmerkung: Ungefähr 10% der Fälle von Prostatakrebs sind vermutlich erblich.)
HPC2 , …HPC2 wie vor jedoch auf Chromosom 17p.
HPCX , …
HPCX wie vor jedoch auf Chromosom Xq27-28
CAPB ,  mir liegen keine Angaben vor
ATM      keine Angaben
FANCA
. keine Angaben
Keines dieser Gene sei lt.Forscherteam direkte Ursache für Prostatakrebs oder spezifisch für diese Krankheit.
Die Forschung zur Identifizierung von Genen, die mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs in Verbindung gebracht werden, ist in vollem Gange. Es geht darum, mehr darüber zu wissen, wie spezifische genetische Veränderungen die Entwicklung von Prostatakrebs beeinflussen können.
Anmerkung:
Gegenwärtig gibt es nach mir zugänglichen Informationen keine Gentests, um die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Prostatakrebs zu bestimmen. Das, so glaube ich, ist viel Wasser in dem Wein der Forscher.

Aus dem Internet, mein Versuch, Wissenschaftliches rund um das Prostatakrebsgeschehen zumindest in einem klitzekleinen Bereich für uns Laien zu erhellen. Ob wir es denn verstehen? Zumindest kann es den einen oder anderen sensibler für die Früherkennung machen und anderen wiederum zeigen, da tut sich was. Und das ist ja auch so: Wenn ich richtig beobachtet habe, wird auf dem ASCO in den USA mindstens seit 2014 jedes Jahr ein neues Medikament vorgestellt. Das gibt mir Hoffnung, noch ein Weilchen zu überleben. WDF am 05.08.2018

Meine kurze Anmerkung: Aus den Informationen nehme ich mit, bei familiärer Disposition, wenn also Prostatakrebs in der Familie des öfteren vorgekommen ist, aber auch andere Krebsarten, dann ist die Früherkennung, wie sie derzeit mit 40+ gehandhabt wird vielleicht schon zu spät.WDF

 



Zurück