Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Prostatacarcinom

23.8.2006

allgemein Prostatakarzinom; bedeutet Prostatakrebs; diese Abkürzung ist gelegentlich auch zu lesen: PCa

häufigster bösartiger (maligner) Tumor beim Mann

zumeist ein anaplastisches, solides,selten kribriformes Adenocarcinom

makroskopisch derbe, unscharf begrenzte , grauweisslich-gelbe Herde

folgende Kategorien werden unterschieden:
-klinisches Karzinom, bestätigt durch histologische Untersuchung
-okkultes Karzinom, der Tumor manifestiert sich durch metastasen
-latentes Karzinom, entdeckt durch z.B. eine Autopsie
-inzidentes Karzinom, zufällig entdeckt z.B. im Resektat bei BPH

in den meisten Fällen geht das Prostatacarcinom von den hinteren oder seitlichen Anteilen der Prostata aus;

die Ausbreitung erfolgt durch infiltrierendes Wachstum zunächst in der Prostata, später in die Bläschendrüsen (Samenblase) und das Beckengewebe; relativ selten jedoch in Rektum (Endabschnitt des Mastdarmes), Harnblase oder Harnröhre (Urethra).

die Metastasierung erfolgt lymphogen in Lympgknoten und hämatogen in Skelett, Leber und Lunge.

Krankheitssymptome werden erst im fortgeschrittenen Stadium erkennbar, häufig durch Störung der Blasenentleerung, manchmal auch durch Kreuz- und Rückenschmerzen ähnlich dem Ischiassyndrom.

Erkennbar wird das Prostatacarcinom bei rektaler Untersuchung durch z.B. eine Verhärtung der Prostata bzw. im fortgeschrittenen Stadium durch eine unreglmäßige höckerige und harte Oberfläche, die tastbar (palpabel) ist

Der natürliche Verlauf, so bekennen Wissenschaftler, entzieht sich heute noch zu großen Teilen der menschlchen Kenntnis (Dr. Judith Moser)

Nach Prof. Hackethal weisen Prostatacarzinome zwei typische Verläufe auf, die in den 60.er/70.er Jahren als "Haustierkrebs" zw. als "Raubtierkrebs" bezeichnert wurden.

letzte Aktualisierung im August 2006



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