Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Die „richtige“ Therapie bei Prostatakrebs

03.2.2006

Gibt es nicht; das muss ganz individuell gesehen werden. Neutrale Stelle, von denen der Betroffene Antworten erhält, wer als Experte gilt, gibt es nicht. Die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Internet und die örtlichen Selbsthilfegruppen können mit nützlichen Informationen gut behilflich sein.

Hilfen bei der Entscheidungsfindung sind in der Regel

Das wird häufig bei Überlegungen übersehen:

Die Entscheidung, welche Therapie gewählt wird, ist nicht die Aufgabe des Arztes. Der Arzt hat eine aufklärende und beratende Funktion. Der Patient selbst muss sich für SEINE Therapie entscheiden.

Das ist zugegeben eine schwierige, eine sehr schwierige Aufgabe. Anhand der Diagnosedaten über eine maligne Erkrankung (KREBS!) muss er sich folgerichtig mit dieser, SEINER, Tumorerkrankung auseinandersetzen.

Hilfestellungen geben hier unsere Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen, engagiert und manchmal auch kritisch bzgl. der vorherigen Aufklärung durch den Arzt.

Es gibt Untersuchungen, in denen deutlich wurde, dass es bisher eine allgemeine Akzeptanz der Prostatektomie gab. Es hieß in dieser Untersuchung (654 Patienten, Diffenbach et al.) jedoch auch, dass diese Betroffenen physisch und psychisch deutlich mehr belastet waren und viel mehr Schwierigkeiten in der Entscheidungsfindung hatten als die mit Strahlentherapie oder Brachytherapie Behandelten. Der Hauptgrund ihrer Entscheidung für die REP lag möglicherweise oder sogar vermutlich in der chriurgisch kompletten Tumorentfernung und der damit verbundenen Schlussfolgerung, dass der Krebs damit vollständig entfernt sei.

Mai 2004

Ergänzung:
Auf jeden Fall ist es auch oder gerade bei Unsicherheit, welche Therapie die beste sei, falsch, sich unter allen denkbaren Varianten irgendetwas heraussuchen, was einem persönlich gerade gefällt.

Die Erstmaßnahme muss darin bestehen, die zu Beginn der Erkrankung gewonnenen aktuellen Befunde sorgfältig aufzuarbeiten. das bedeutet, der Pathologe und das Labor sind zunächst "dran". Die Überprüfung des pathol. Gutachtens gehört dazu. Zusatzdaten werden benötigt wie CGA, p53, SSP, Ploidie usw.. Hier hilft das Strum-Buch, auch hinsichtlich der biologischen Daten, die Beachtung finden müssen. Ob eine PET/CT oder eine USPIO-Untersuchung erforderlich ist, sollte sorgfältig überlegt und im Zweifel eher erwogen als abgelehnt werden.

Erst jetzt beginnt die Überlegung nach der individuell besten, vorteilhaftesten Therapie. Die Entscheodung für oder gegen ein Therapieoption muß dabei im Zusammenhang und nach Klärung der Frage gesehen werden mit

- ist die Krankheit lokal begrenzt oder
- ist die Krankheit mit großer Wahrscheinlichkeit lokal fortgeschritten wenn nicht sogar systemisch.

Bitte beachten:
Es gibt etablierte und nicht etablierte Therapien und (wer einen Hammer hat, der sieht nur Nägel) es kann (und manchmal wird es auch) so sein, dass der konsultierte Arzt durchaus eine bestimmte Therapie bevorzugt und dann auch vorschlägt. Was hindert den Patienten nach dem WARUM zu fragen?

Noch eine Empfehlung. Sie stammt von dem von mir besonders geschätzten Urologen Dr. Frank Eichhorn aus Bad Reichenhall:

Suche den Künstler. Wie in der Gastronomie so ist es auch bei Ärzten und Kliniken. Es ist nicht jeder gleich - es gibt Qualitätsunterschiede......Die müssen transparent gemacht werden. Z.B. Wer macht wo, was, mit welcher Erfahrung, wie oft im Monat?

Noch eine Ergänzung
An dieser Stelle gestatte ich mir eine Bemerkung:
M.E.liegt der Schlüssel zur richtigen Therapie im Zusammenspiel von ärztlichem Können (ärztlicher Kunst), mentaler Patientenstärke und der richtigen Medikation zum richtigen Zeitpunkt. Ich glaube, nur wenn diese vier Glücksfälle zusammenkommen, dann ist Heilung denkbar.

September 2005; Februar 2006

 

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Vorträgen von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Auszüge von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.



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