Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Bestrahlung und Lebensqualität

05.12.2008

Ärtze der Universität Michigan, USA, untersuchten den Einfluss einer Therapie des Prostatatumors auf die Lebensqualität des Betroffenen.

Verglichen wurden die Therapieauswirkungen

- Operation
- externe Bestrahlung
- Brachytherapie

an 100 Männern, die 6 Jahre nach ihrer Therapie befragt wurden über Probleme beim Urinieren, über sexuelle Dysfunktion, Verdauungsprobleme oder hormonelle Belange.

"Im Ergebnis", so Prof. Dr. David Miller," verändert sich die Lebensqualität nach beiden Bestrahlungsarten (also Brachy und externe Bestrahlung)immer wieder, manchmal zum Schlechteren, in manchen Fällen auch zum Besseren, während die Ergebnisse nach einer Operation meist stabil blieben und sich auch verändern, und zwar im Vergleich zum zweiten Jahr nach der Operation."

aber

Darmbiopsien (und auch Laserbehandlungen etc.) nach Bestrahlung (egal welche Art) bergen ein hohes Risiko an nicht mehr beherrschbaren Fistelbildungen.

Man(n) muß letztlich mit einem künstlichen Darmausgang leben.

Ergänzung:
Bei der Bestrahlung der Prostata kann es zu einer Bewegungsungenauigkeit von bis zu zwei Zentimetern kommen. Wird das nicht berücksichtigt, kann es sein, dass der Tumor nicht optimal getroffen wird und möglicherweise unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. D.h. um bei Prostatakrebs optimale Parameter für eine Strahlentherapie zu erhalten, muss zunächst die anatomische Lage des Tumors genauestens bestimmt werden. Denn nur dann ist gewährleistet, dass durch die Bestrahlung nur Tumorzellen vernichtet werden und Darm wie auch Blase nicht oder deutlich geringer in Mitleidenschaft gezogen werden. November 2004 ergänzt Juli 2005; ergänzt Dezember 2008



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