Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Sättigungsbiopsie

11.1.2010

Häufig besteht der Verdacht auf ein Prostatakarzinom, ohne dass dieses mit Hilfe einer oder mehrerer Biopsien geklärt (histologisch gesichert) werden kann. Ein Dilemma.

Lösung: Die Sättigungsbiopsie, bei der die 2- bis 3fache Anzahl der sonst üblichen Stanzen (unter Narkose) entnommen wird. Üblicherweise werden so 20 bis 30 Stanzen entnommen.

Auf jeder Seite der Prostata werden 6 Biopsien aus der lateral-äußeren Zone entnommen (jeweils 2 basal, 2 mittig, 2 apikal);4 Biopsien aus der medio-lateralen Zone und je nach Prostatavolume´n 1 bis 3 Biopsien aus den transitionalen Zone.

Um das zu verstehen, muß mann sich die Prostata wie ein normales Baumblatt mit einer dicken Mittelrippe vorstellen: Die Mittelrippe ist vergleichweise die Harnröhre. Die linke und rechte Blatthälfte muß man sich dann nochmals parallel zur Mittelrippe geteilt vorstellen. Die eine Hälfte, die äußere, ist bei der prostata die periphere Zone. Die andere nach innen liegende Hälfte, also zur Mittelrippe hin, nennt man bei der Prostata die transitionale Zone. Basal ist dann unten, apikal oben.

Angewendet wird die Sättigungsbiopsie erst, wenn vorher zwei 10fach-Biopsien negativ waren. Das hat mit mit dem Aufwand, den Kosten und dem potentiell höheren Risiko zu tun.



Zurück