Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Bildgebende Verfahren

02.9.2011

Was sieht man? Was kann man aus den Bildern schließen?

Bildgebende Verfahren der modernsten Art gibt es in nahezu allen großen Kliniken Deutschlands. Bildgebende Verfahren wie z.B. PET-CT gibt es hingegen zur Zeit nur in wenigen Kliniken.

Für die Prostata gilt wie für jedes andere Organ des Körpers, daß ein Bild keine pathologische Diagnose darstellt. Ein Bild kann nur sagen, "es sieht so aus wie". Erst die Gewebeprobe ergibt nach Beurteilung durch den Pathologen "es handelt sich um".

Das ist ein prinzipieller und sehr wichtiger Unterschied.

Bei der Prostata ist das Problem noch größer, weil die im Bild sichtbaren Veränderungen der Prostata nicht typisch sind für irgendetwas. Eine sichere Diagnose des Prostatakarzinoms ist deshalb mit den gegenwärtigen Bildverfahren nicht möglich, noch viel weniger - und das ist jetzt der springende Punkt - der Ausschluss eines Karzinomverdachtes.

Deshalb ist die Biopsie das einzige Verfahren, das eine gewisse Diagnosesicherheit bieten kann.

An der Bewertung der bildgebenden Verfahren wird sehr gearbeitet - unter anderem in Dresden, in München, in Flensburg (ANNA) und in Nimwegen (USPIO-Sichtbarmachen von positiven Lymphknoten) - aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es nicht empfehlenswert, sich auf bildgegebende Verfahren allein zu verlassen. Ein negativer Befund im Ultraschall aber auch im MRT schließt nämlich ein Prostatakarzinom nicht aus.

Es ist leider ein weit verbreiteter Irrtum, Gewebeveränderungen bei den bildgebenden Verfahren müssten immer zu sehen sein. Das ist nicht bei allen Gewebeveränderungen der Fall, und so auch bei zahlreichen Prostatakarzinomen.

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