Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

PSA und Vorsorge

26.11.2009

Hierzu ein Beitrag von Dr. Frank Eichhorn, Urologe aus´Bad Reichenhall:

Ich kann die Diskussion um die Sinnhaftigkeit einer Vorsorgeuntersuchung zum Prostatakrebs nicht nachvollziehen. Ohne irgendwelche Studien zu zitieren oder auf diese näher einzugehen nur folgender einfacher Gedankengang – und der gilt für alle bösartigen Erkrankungen:
Wenn es gelingt durch geeignete Vorsorgeuntersuchungen ein Karzinom früh zu erkennen ist eine Heilung möglich – wenn nicht – nicht !

Und da spielt nun mal das PSA eine herausragende Rolle.

Der Reflex „ PSA – zu – hoch; Biopsie; radikale Prostatektomie wie im ZDF neulich dargestelltr ist natürlich Unsinn; aber genauso schlimm wäre es auf den PSA – Test ganz zu verzichten.

Es gibt eine genetische Belastung: alle Männer mit PCA sollten mit ihren Söhnen und Töchtern ( Brustkrebs ! ) reden und zur Vorsorgeuntersuchung ermuntern.

Zur Vorsorge gehört auch ein vernünftiger Lebensstil:
fettreduzierte Ernährung ( Gewicht ca. Körpergröße minus 100 in kg ) ausreichend Bewegung, keine Zigaretten, wenig Alkohol, ausreichend Schlaf.

Wenn diese wenigen Regeln eingehalten werden, ist unser Gesundheitswesen von heute auf morgen saniert !!
Welche Vitamine oder Nahrungsmittelergänzungen in welcher Dosierung dann noch eingenommen werden ist zweitrangig.

Ergänzung:
Eine aktuell 2005 auf dem Europäischen Urologenkogress in Instanbul vorgestellte Studie brachte folgende PSA-Erkenntnisse:
(Text von Günter Feick)

Bei 303 von 866 Männern mit einem präoperativen PSA-Wert kleiner als 8 ng/dl PSA wurde nach der OP ein Kapseldurchbruch diagnostiziert.

Bei 69 von 243 Männern mit einem präoperativen PSA-Wert von kleiner als 4 ng/dl PSA wurde nach der OP ein kapseldurchbruch diagnostiziert.

Bei 23 von 108 Männern mit einem präoperativen PSA-Wert kleiner als 2 ng/dl PSA wurde nach der OP ein Kapseldurchbruck diagnostiziert.

Januar 2005 März 2005

 

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Vorträgen von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.

 



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