Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

p53 Autoantikörper

07.11.2005

p53 hat in der onkologischen Diagnostik eine große Bedeutung, da in bis zu 60% aller Tumore Mutationen in diesem Gen vorliegen.

Die Entwicklung der p53-Antikörper hängt nicht von einem bestimmten Tumortyp ab, sie ist aber hochspezifisch für Malignität (Bösartigkeit). D.h. das Auftreten von p53-Autoantikörpern geht eindeutig einher mit malignen (bösartigen) Erkrankungen.

p53 stellt als hochspezifische Marker damit einen unabhängigen Prognosefaktor dar:

• Patienten mit p53-Autoantikörper haben eine schlechtere Prognose

• der rezidivfreie Zeitbereich und die Gesamtüberlebenszeit ist verkürzt

Das Auftreten des p53 Antikörpers ist überdies unabhängig von der Erhöhung anderer,konventioneller Tumormarker und bietet sich somit als neuer serologischer Marker für die Erkennung und Überwachung von Tumorpatienten an.

Januar 2005

 

Ergänzung:
Lt. Prof. Bonkhoff ist ein p53 Index größer 20% ein unabhängiger Risikofaktor für Fernmetastasen bei Patienten mit externer betstrahlung unter Androgenentzug.

November 2005

Ergänzung 2016:

aus dem Magazin der Deutschen Krebshilfe 1/2016 Seite 11 "Krebszellen zum Selbstmord bringen", aus dem Inhalt

Das Protein P53 soll unseren Körper vor Krebs schützen. Kommt es zu irreparablen Schäden in der Erbsubstanz DNA, wird das Protein aktiv.

Es stoppt entweder die Teilung der Zelle oder es leitet sogar den programmierten Zelltod ein - sozusagen ein zelleigenes Selbstmordprogramm.

Wozu ist das gut? P53 kann man therapeutisch nutzen, um Tumorzellen abzutöten. Eine Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Lienhard Schmitz, Institut für Biochemie an der medizinischen Fakultät der Uni in Gießen, untersucht die Wirkung von p53;  u.a. wird bei einzelnen Zellen beobachtet, dass die Teilung der Zellen solange gestoppt wird, bis die Schäden an der DNA repariert sind. Mehrere p53 -Moleküle - eoine Molekülgruppe-  jedoch bewirken einen stärkeren Effekt , d.h. sie bringen die Tumorzellen dazu, sich selbst umzubringen.

Damit wäre das Tumorwachstum gestoppt. Die Gruppenbildung zu p53-Molekülen kann man nach Meinung der Forscher durch Phosphorylierung herbeiführen. Nach Meinung der Forscher wäre in so einem Fall p53 ein vielversprechender Kandidat zur Verbesserung der Krebstherapie

 



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