Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

neuropathische Schmerzen

15.3.2005

vermehrte Schmerzempfindlichkeit, d.h.

Eine Reihe von Schmerzzuständen kommen nicht von internen Krankheiten, sondern sie stammen aus einer Entzündung, Degeneration oder sonstigen Irritation eines Nervenstranges. Dieser neuropathisch bezeichnete Schmerz ist oft brennend (brennende Fusssohlen), stechend-reißend, erzeugt Missempfindungen (Ameisenkribbeln) oder auch ein taubes Gefühl.

Nach ärtzlicher Meinung ist es auch möglich, im Rahmen von metastasierenden Prostatakrebs sogenannte paraneoplastische Symptome zu bekommen, die sich auch als Polyneuropathie zeigen können

Diese Sensibilitätstörungen können asymetrische Verteilungsmuster haben, z.B. mehr Bein als Arm. Abdomen und Gesicht bleiben meist ausgespart. Bei den meisten Polyneuropathien sind motorische und sensible Funktionen beeinträchtigt. Sie können jedoch unterschiedliche Ausmaße haben. Bei den toxischen, metabolischen Polyneuropathien überwiegen sensible Ausfälle.

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeit: Neben Gabapentin (Neurotin, ein Antiepileptikum mit geringeren Nebenwirkungen im verhältnis zu anderen Medikamenten der gleichen Gruppe) wird auch das neuere "Lyrica" gegen die PnP-Schmerzen verordnet; es soll weniger Nebenwirkungen haben. Wirksam sind auch Opioide z.B. Tramal.

Bringt die medikamentöse Therapie keinen Erfolg, sollten die Möglichkeiten eines psychologischen Therapieverfahrens überlegt werden.

Februar 2005
ergänzt März 2005



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