Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

MCP

08.2.2011

Es gibt Untersuchungen zur wirksamen Metastasenbekämpfung von MCP bei einigen Krebsarten wie z.B. Melanom, Prostatakarzinom und Brustkrebs.

Beim MCP handelt es sich um ein sogenanntes "Modifiziertes Citrus Pectin" (MCP), ein wasserlösliches Pulver aus der Haut von Citrusfrüchten, also ein Nahrungsergänzungsmittel, das mehrmals täglich mit Flüssigkeit eingenommen wird. MCP ist in der Lage, toxische und sogar radioaktive Metallspuren aus dem menschlichen Körper zu entfernen und mit dem Urin aus dem Körper auszuschwemmen. Während unbehandeltes Pektin auf Grund seines hohen Molekulargewichtes vom Körper nicht sofort absorbiert und auf die Wirkung von Darmbakterien beschränkt bleibt, wird Modifiziertes Citrus Pektin (MCP) u.a. auf Grund seines geringen Molekulargewichtes sofort absorbiert und in den Blutstrom aufgenommen.

Wirkung von MCP beim Vorliegen eines Prostata-Karzinoms

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass zu den Voraussetzungen einer Metastasierung die Verklumpung von Karzinomzellen gehört. Beteiligt daran sind sogenannte Galaktine. Das modifizierte Citruspektin bindet solche Galaktine auf der Oberfläche von Krebszellen und kann so die Umwandlung und Metastasierung der Krebszellen hemmen bzw. blockieren

Während bei Versuchen mit Ratten die orale Gabe von MCP keine Auswirkungen auf das Wachstum des Primärtumors hatte, wurde die Metastasenbildung im Vergleich zu den Kontrolltieren deutlich reduziert.

In einer humanmedizinischen Studie führte die Dosierung von 15g MCP pro Tag, verabreicht in drei Teildosierungen, bei vier von sieben Testpatienten zu einer Verlängerung der PSA-Verdoppelungszeit um mehr als 30 Prozent. Diese Verlängerung kann man als verlangsamtes Tumorwachstum interpretieren.

Modifiziertes Citruspektin ist ein Nahrungsbestandteil und gleichzeitig Ballaststoff. Nebenwirkungen in Form von Magenunverträglichkeiten (Magenschmerzen) selbst bei hoher Dosierung gelten als unwahrscheinlich, allenfalls eine geringfügige Aufweichung des Stuhls.

Wieviel MCP kann ich pro Tag einnehmen?

Die Dosierung kann 6 bis 30 g/Tag -in mehreren Teildosen- für Erwachsene betragen.

April 2005

Ergänzung:
Anläßlich der Bad Soodener Gespräche 2005 befasste sich ein Arbeitskreis mit:
Was gibt es Neues in der Tumorbehandlung? Zielgerichtete Therapien und begleitende Maßnahmen;
mit Prof. Heim und Dr. Gabrys

Prof. H. verdeutlicht, dass in der Krebstherapie bessere Effekte zu erreichen sind durch Kombination verschiedener Therapien. „Nur eine Therapie reicht zumeist nicht“. Insbesondere seien das
Tumorwirksame Veränderungen an der Zelloberfläche (z.B. CD20), Rezeptorenmanipulation (z.B. EGFR), apoptosehemmende Zellproteine, Zytokine bzw. angiogenesehemmende Botenstoffe (z.B. Thalidomid oder VEGF) und tumorspezifische Signalketten (z.B. Tyrosin-Kinasen) seien die Ausgangspunkte derzeitiger Forschungen bzgl. neuerer Krebstherapien. Es gäbe drei Ansätze: a) antihormonelle Therapie, z.B. Blockade der Rezeptoren b) Antikörper Therapie (z.B. Herceptin beim Brustkrebs) In diesem Bereich seien Prof. H. zu Folge künftig noch viel versprechende Therapien zu erwarten. Jedoch seien alle zielgerichtet, nicht generalisierend. c) Hemmung der Proteinkinasen, das sind die intrazellulären Signalübertragungen (z.B. das bei PK auch verwendete IRESSA)

Informationen zu MCP

Die Therapie mit „Modifiziertem Citrus Pektin“ wurde erläutert und mit Hilfe des Chefchemikers Dr. Jaisli, Schweiz, detailliert hinterfragt. „MCP“ ist von der Sache her zunächst ein NE (Nahrungsergänzungsmittel), dessen antitumorösen Eigenschaften und Schwermetall ausschwemmenden Fähigkeiten bei Tierversuchen in den USA entdeckt wurden, und zwar insbesondere beim Prostatakrebs und beim Nierenzellkarzinom. Beim MCP handelt es sich um ein Zuckermolekül, ein so genanntes Adhäsionsmolekül (Galektin 3 - das ist ein Pektin) aus Zitrusfrüchten mit antimetastatischer Wirkung. Für Allergiker oder hypersensitive Patienten auch aus Apfelpektin herstellbar. Derzeit gibt es in Freiburg (400) und in Bad Sooden-Allendorf (8 + SHG in Essen) erste -allerdings kleine- Patientengruppen, die bei der Therapie mit MCP beobachtet würden.
Der Wirkmechanismus beruht auf dem Verkleben, Verklumpen von Tumorzellen und der damit verbundenen Verhinderung des Tumorwachstums.
Einschränkung: Nicht jeder Patient spricht auf MCP an, nur etwa die Hälfte! Nebenwirkungen: Gelegentlich wurden leichte Bauchschmerzen und leichter Durchfall beobachtet.
Die Behandlung braucht Zeit bis Wirkung nachweisbar ist (3 Monate und länger), wird von den Kassen nicht bezahlt und kostet monatlich etwa 70 bis 80 Euro.

September 2005

Ergänzung:
Bezugsquellen für MCP sind

1.) Internet ist schon ganz gut, viele handeln so. Preis so um 90 bis 180 Euro für 500gr. also unterschiedlich im Preis und Qualität. Ekelhaft war das Zeug aus Holland, klebrig, glitschig, klumpig.
Das gleiche MCP war im Internet einmal für 126 Euro und bei einem anderen Hänfler für rd. 180 Euro zu erhalten.

2.) Bestellungen (1 Dose zu 450 g kostet Euro 90.-- zuzüglich Versandkosten) können auch bei Pharma Import-Export Hr. Dr. B. Miller Königstrasse 68 D-70173 Stuttgart Telefon 0711 - 22 47 80 Fax 0711 - 22 47 830 erfolgen.

3.) Oder direkt beim Hersteller bestellen: (Mindestbestellmenge 5 oder 6 Dosen a 450gr.)
Fa. Take Care AG, Würzgrabenstr. 6 in CH 8048 Zürich;
Preis so um 80 Euro frei haus.per Rechnung, bezahlbar auf eine Konto in Konstanz.
Bestell-E-Mail: info@takecare.ch Internet: www.takecare.ch
Oder
Dr. Fritz Jaisli,
Amriswilerstr. 42,
CH-8589 Sitterdorf,
Tel. G. +41-(0)71 422 27 50
Tel. Mob. +41-(0)79 315 50 44
Fax +41-(0)71 422 27 62
e-mail jaisli@takecare.ch

Der Chef-Chemiker ist in dem Unternehmen Dr. Fritz Jaisli, ein ausgesprochen netter Mann. Habe ihn in Bad Sooden-Allendorf kennengelernt. Dort war MCP ein Thema auf den Bad Soodener Krebsgesprächen. Es gibt in Freiburg und in Bad Sooden erste Studien („Tests“) mit MCP, die bei Brustkrebs nach Aussagen der Begleitärzte (in Bad Sooden in der Sonnenbergklinik ist das Dr. Gabrys) nachweislich zu Tumorwachstumsverlangsamung und in einigen Fällen zu sogar zu Tumorremissionen geführt haben sollen.

In Giessen wird wohl oder ist schon eine weitere Studie gestartet worden.

In der PK Selbsthilfegruppe in Essen, Vors. Heinz Davidheimann, nehmen mehrere Männer MCP und versorgen Dr. Gabrys mit ihren PSA-Langzeitwerten. D.H. die dortigen Daten fließen auch in seine (Bad Sooden-Allendorf/Sonnenberg-Klinik) Studie ein.

siehe auch
- Modifiziertes Apfelpektin
- Soodener Gespräche 2010 Bericht von Wolfhard D. Frost Arbeitsgruppe: Was gibt es Neues in der Onkologie und Supportivmedizin - Prof. Heim und Dr. Gabrys

Aktuell hat mich der von mir geschätzte Bad Reichenhaller Urologe Dr. Frank Eichhorn mal wieder auf die Wirkung von MCP hingewiesen: Verlangsamung der PSA-Anstiegsgewschwindigkeit. Offen blieb die Frage, bei wem und in welchem Stadium der Krankheit MCP effektiv eingesetzt werden kann. Ich hatte den Eindruck mitgenommen, MCP sei durchaus eine Option im noch nicht hormonrefraktärem (kastrationsresistenten) Stadium bei einem noch niedrigen PSA-Wert wie es z.B. bei mir derzeit in der zweiten Zykluspause meiner intermittierenden Hormontherapie der Fall ist.

November 2005
aktualisiert im November 2010



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