Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

ProstaSol

09.1.2010

Fällt unter den Begriff komplementäre Medizin

ProstaSol ist eine aus den USA (USA-Lizenz) stammende Wirkstoffkombination zur komplementären Behandlung von Prostataleiden. ProstaSol soll das Nachfolgeprodukt von PC-Spes sein. ProstaSol enthält pflanzliche Wirkstoffe wie Saw Palmetto (Sägepalmenbeeren), Ginseng (Efeugewächs), Skullcap (geschnittene Blätter vom Sumpfhelmkraut) und Reishi (ein Pilz wie z.B. Maitake) die früher in PC-Spes enthalten waren, ausserdem Quercetin (antioxidatives Flavonol), Sitosterole (wirkt cholesterolsenkend) und Pygeum (Rinde vom afrikanischen Zwetschgenbaum). Das Produkt wird von Holland aus vertrieben, 60 Tabeltten so um 90 Euro.

96 Patienten seien 8 Monate getestet worde. Bei hormonsensitivem wie auch hormonresistentem Prostatakrebs soll ProstaSol eine Verbesserung der Lebensqualität bewirkt haben, Schmerzen durch Knochenmetastasen und PSA (rund um die Hälfte) haben sich reduziert.

Die Meinung von urologischen Fachleuten ist zurückhaltend: Zumeist wird nicht viel von Präparaten gehalten, deren Inhaltsstoffe und damit auch deren Wirkungsweise man nicht genau kennt. Pflanzliche "Drogen" enthalten, so wird argumentiert, eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, von denen man meist nur einen kleinen Teil überhaupt identifiziert hat und deren Wirkung zumeist nicht genau bekannt ist. Darüber hinaus seien in pflanzlichen Trockenextrakten die Dosierung der Wirkstoffe extrem variabel, man kann auch sagen höchst unterschiedlich. Das soll auch einer der Gründe gewesen sein, warum Medizin und Pharmazie dazu übergegangen sind, definierte und bekannte reine Wirkstoffe aus Pflanzen zu extrahieren oder, soweit möglich, nach zu synthetisieren. Zitat:Bei der Gabe eines reinen Wirkstoffes, weiß man was man gibt und tut.

Die Meinung eines bekannten Urologen: Man kann nach heutigem Wissenstand nicht davon ausgehen, dass pflanzliche Wirkstoffe per se besser sind als synthetische. Biochemisch wirkt eh immer ein Molekül, dem es ziemlich egal ist, woher es kommt.

PC-SPES, der Vorgänger von ProstaSol, wurde wegen schädlicher Inhaltsstoffe vom Markt genommen. Bei anderen unklar definierten, pflanzlichen Prostatapräparaten ist Vorsicht geboten, vielleicht muss man es bei ProstaSol sogar ähnlich sehen wie bei PC-Spes. Fachleute äußern gelegentlich den Verdacht, es könnte sein, dass nicht nur pflanzliche Wirkstoffe in ProstaSol enthalten sind.

Urologenempfehlung: Bei der gutartigen Prostataerkrankung ist es vertretbar, solche pflanzliche Präparate zu nehmen, wenn ein Nutzen erwartet werden kann oder sogar vorhanden ist; vorausgesetzt großer Schaden kann dabei nicht entstehen. (Anmerkung des Verfassers: Es nützt nicht, aber schaden tuts auch nicht!)

Beim P-Karzinom sehen das die Fachleute schon anderes; denn hier sollte mit genau bekannten und zugelassenen Substanzen gearbeitet werden. Andernfalls kann irreparabler Schaden entstehen, wenn z.B. durch eine alleinige komplementäre Behandlung eine wirksame Karzinom-Therapie nicht oder erst sehr verzögert zum Einsatz kommt.

ProstaSol kann man dann einsetzen, wenn die konventionellen Therapien versagt haben und eine Chemo als nächstes unvermeidbar ist, das wurde von einem namhaften deutschen Urologen auf dem Bundeskongress im April 2005 des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS e.V.) bejaht.

Februar 2005
ergänzt Mai 2005

Ergänzung:

Bei hormonsensitivem wie auch hormonresistentem Prostatakrebs soll ProstaSol auch eine Verbesserung der Lebensqualität bewirkt haben, Schmerzen durch Knochenmetastasen und PSA (rund um die Hälfte) haben sich reduziert.

Die Kosten belaufen sich auf monatlich über € 500,-. (in 2005)

Bezugsquelle Prostasol:
RealBetterLife, Postbus 2561, NL-BG Maastrich
Tel.: 0031-43 4407648 www.rblife.com
Medpro, Dorpstraat 182, NL-3925 KG Scherpenzeel,
Tel.: 0031-33 2867642 www.medpro.org

Eine Kapsel Prostasol (320 mg) enthält:
Serenoa Repens (Sägepalme) : 33,5 mg,
Pygeum (Afrik. Pflaumenbaum) : 31,5 mg,
Panax pseudo-ginseng (enthält Saponine) : 18 mg,
Ganoderma Lucidum (Reishi = chines. Pilz) : 19,4 mg,
Zingiber officinale (Ingwer): 2,5 mg,
Scutelleria baicalensis (Helmkraut) :29,5 mg,
Urtica Dioca (Kleine Brennessel) :9,1 mg,
Beta Sitosterol : 80,5 mg,
Camposterol : 21,5 mg,
Stimgasterol : 21,5 mg,
Brassicasterol : 21,5 mg,
Quercetin (auch in Rotwein enthalten): 31,5 mg.
Additive : Gelatine :71,2 mg,
Wasser : 8,8 mg.

Ergänzung:
Der Hersteller von ProstaSol hat eine Veränderung an seinem Produkt vorgenommen und schreibt auf seiner Homepage:
Auf vielfachen Wunsch von Patienten und Therapeuten haben wir unser Produkt "ProstaSol" von Kapseln auf Tabletten umgestellt.

Die Vorteile der ProstaSol Tabletten sind:

ProstaSol Tabletten sind wasserlöslich,
ProstaSol Tabletten werden vom Körper besser aufgenommen,
Geringere Belastung des Magen-Darm-Traktes,
Bessere Verträglichkeit,
Optimale Wirkungseffekte,
Hohe Qualitätssicherung,

Keine Preiserhöhung aufgrund eigener Herstellung.

Urologe fs empfiehlt überprüfen des Hormonstatus bei Einnahme von ProstaSol

Prostasol Bezugsquelle:
RealBetterLife, Postbus 2561, NL-BG Maastrich
Tel.: 0031-43-344 07 64,
www.rblife.com

Medpro, Dorpstraat 182, NL-3925 KG Scherpenzeel,
Tel.: 0031-33-2867642
www.med-pro.org

letzte Aktualisierung Januar 2010



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