Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Prostatakrebs und Vorsorge 2

26.11.2009

Vorsorge bei Prostatakrebs

Ist Vorsorge sinnvoll? Mein viel zu früh an Prostatakrebs verstorbener Freund Uwe Peters aus Frankfurt, von dem ich sehr, sehr viel über meinen unliebsamen Untermieter gelernt habe, sagte mir zu dieser Frage:“ Ich habe zwei Seelen in meiner Brust. Die eine Stimme sagt ja, die andere Nein.“

Ich möchte Ja und Nein subjektiv als Betroffener beleuchten, anders als der Urologe, der faktenorientierte Facharzt.

Ja, weil ich am eigenen Leibe erfahren habe, dass durch PSA mein Prostatakrebs zwar spät, aber immerhin entdeckt wurde. Wäre der PSA-Test bei mir früher gemacht worden, gehörte ich vermutlich nicht zu den 70 Prozent Männern mit einer geringen 10-Jahres-Überlebensrate. Früherkennung hätte meine Chancen erheblich verbessert.

Nein, weil eine durch Früherkennung auch sogenannte ‚Krebschen’ entdeckt werden, von denen vermutlich die Mehrzahl nicht zum Tod des betroffenen Mannes führen wird, von denen der betroffene Mann kaum oder nie etwas merken wird. Die Vorsicht unserer Urologen führt jedoch auch beim Krebschen zu einer Totalentfernung der Prostata, einer Übertherapie aus meiner Sicht, wohlgemerkt meine Meinung als Betroffener. Denn es ist nicht, oder immer noch nicht erkennbar, welcher Prostatakrebs zum Tod führt und welcher nicht. Die meisten Männer sterben noch immer mit Prostatakrebs und nicht an ihm.

August 2005

Wolfhard D. Frost

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Vorträgen von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.



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